Historie

b3

Berlin ist nicht nur Bundeshauptstadt, sondern auch Currywurst-Hauptstadt. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele Currywurst-Buden, in keiner anderen deutschen Stadt wird das Currywurst-Essen so zelebriert, wie in der Millionen-Metropole. Das ist heute so, das war auch schon 1984 so, als Olaf Müglitz mit seinen Söhnen Sven und Glen von der Spree an den Rhein zog. Die Familie fühlte sich in der Stadt mit der längsten Theke der Welt sehr wohl - aber etwas fehlte ihnen doch: Ihre heiß geliebte Currywurst mit Tomatensauce. Die rheinischen Varianten konnten die Berliner nicht wirklich überzeugen - und so entstand die Geschäftsidee, die am 28. Januar 1985 in die Tat umgesetzt wurde. Am Klemensplatz in Kaiserswerth wurde ein berliner imbisswagenkleiner - einachsig und gerade mal etwas über zwei Meter lang - Imbisswagen aufgestellt. Die Düsseldorfer kamen – nicht. Oft herrschte gähnende Leere am Stand.

Erst nach und nach sprach es sich rum: "Schon mal die Currywurst da bei den Berlinern probiert?" Und plötzlich brummte das Geschäft - nicht nur an den Wochenenden, wenn die Ausflügler in Kaiserswerth "einfallen". Schon bald musste ein größerer Imbisswagen angeschafft werden, an dem die Kunden bis ins neue Jahrtausend hinein Würstchen in allen Schärfegraden, Pommes und einiges mehr kaufen konnten. 2002 wurden Filialen am Graf-Adolf-Platz und im Bilker S-Bahnhof eröffnet. Dann begann die Umgestaltung des Klemensplatzes und der Imbisswagen war plötzlich nicht mehr gut genug für die Stadtteil-Politiker und Planer in der Verwaltung. Doch es wurde eine Lösung gefunden, die zunächst bei eingefleischten Berliner-Imbiss-Fans für viele Diskussionen sorgte, mittlerweile aber gut angenommen wird: Der Berliner Imbiss hat im Pavillon der Rheinbahn eine neue Heimat gefunden.

berliner imbiss publikumDie Location:
Die Imbisswagen-Zeit ist vorbei, was noch immer einige Kunden bedauern, doch der neue Standort im silbergrauen Rheinbahn-Gebäude, der nur wenige Meter vom alten Standplatz entfernt ist, bietet auch einige Vorteile. Bei schlechtem Wetter kann man sich nun unterstellen. Gegessen wird an Edelstahl-Stehtischen, die auch an Tagen, wenn Hochbetrieb herrscht, einen sauberen Eindruck machen. Während man wartet, kann man durch die großen Fenster mitverfolgen, wie die Wurst zubereitet wird.

Currywurst, Pommes-Mayo:
Diese Kombination wird am Klemensplatz besonders gern und häufig bestellt, obwohl es auch Schnitzel (übrigens sehr günstig und gut) und Buletten gibt. Die Wurst wird, damit sie knuspriger wird, vor dem Braten angeritzt und dann von Hand geschnitten. Die ketchupartige Sauce nach Geheimrezept kann beispielsweise durch eingelegte Zwiebeln oder Gewürze verschärft werden. Die Pommes baden in stets frischem Öl und sind auf den Punkt frittiert.